Rehabilitation für Säuglinge

Säuglinge
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Eine Behandlung ist für Säuglinge ab einem Alter von 3 Monaten möglich.

Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto größer sind die Erfolgschancen. Der Grund dafür ist einerseits die große Kompensationsmöglichkeit des kindlichen Gehirns und andererseits die Tatsache, dass pathologische Bewegungsmuster noch nicht zur vollen Ausprägung gekommen sind.

Deshalb ist die Prognose insbesondere bei der infantilen Zerebralparese bei jüngeren Kindern am besten.

In der Klinik findet eine genaue klinische Untersuchung des Kindes statt, die sowohl eine Videokontrolle der motorischen Funktionen als auch eine Untersuchung der motorischen, psychischen, sprachlichen und sozialen Entwicklung des Patienten umfasst. Dabei kommen die internationalen Tests „Denver II“ und PEDI (Pediatric Evaluation of Disability Inventory) zum Einsatz.

Die Behandlung umfasst

  • biomechanische Korrektur der Wirbelsäule
  • spezielle Massage
  • Reflextherapie
  • Krankengymnastik
  • Bienenwachsumschläge
Behandlungsziele der Therapie für Säuglinge:

Ein möglichst früher Behandlungsbeginn nutzt die große Plastizität des kindlichen Gehirns, verhindert oder reduziert Schädigungen und erhöht die Chancen auf eine normale Entwicklung und ein gesundes Leben.

Krankengymnastik

Krankengymnastik
©Internationale Rehabilitationsklinik

Grundlage der speziellen Krankengymnastik (neurophysiologische Rehabilitation) sind die klassischen Prinzipien der Kinesiotherapie. Diese werden von Patient zu Patient individuell variiert.

Krankengymnastik
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Dabei werden die Bewegungsmöglichkeiten des Patienten etappenweise aktiviert.

Dadurch werden neue, optimalere Bewegungsmuster aufgebaut und die Koordination verbessert.

Krankengymnastik
© Internationale Rehabilitationsklinik

Außerdem werden die Gelenke aktiv und passiv bis zur physiologischen Grenze geführt und in Anzahl der Wiederholungen, Geschwindigkeit und Genauigkeit der Ausführung täglich gesteigert.

In der Krankengymnastik werden allmählich Übungen zur Verminderung der Stützfläche und zur Entwicklung des räumlichen Körpergefühls angewendet.

Krankengymnastik
© Internationale Rehabilitationsklinik

Vor allem bei Patienten mit Athetosen werden spezielle Atemübungen eingesetzt. Dadurch wird das Erlernen der physiologischen Atemfunktion unterstützt.

Dadurch wird der gesamte Organismus besser mit Sauerstoff versorgt.

spielerische Unterstützung der Krankengymnastik:

Weil es für Kinder wichtig ist, auch Spaß zu haben, werden Wii- und Xbox-Spiele und spezielle, im Rehabilitationszentrum entwickelte Computerspiele eingesetzt.

Krankengymnastik
© Internationale Rehabilitationsklinik

Reflextherapie (Elektroakupunktur)

Reflextherapie
©Internationale Rehabilitationsklinik

Weil ein Ausgleich von Hypo- und Hypertonie der Muskulatur und Aktivierung von neuen funktionellen und physiologischen Möglichkeiten des Organismus ein zentrales Ziel ist, ist Reflextherapie ein täglicher Bestandteil der Therapie.

Dabei werden Myotendinosen (Muskelhartspann), periostale (Knochenhaut) Schmerzpunkte und klassische Akupunkturpunkte der fernöstlichen Medizin stimuliert. Dafür wird ein Niederfrequenzstromgerät benutzt, welches elektrischen Strom niedriger Spannung mit sich ändernder Polarität aussendet. Dadurch kann eine unterschiedliche, vom Therapeuten bestimmte Stimulation der gewünschten Triggerzonen durchgeführt werden.

Es kommt zu einer positiven Beeinflussung der pathologischen horizontalen und vertikalen Reflexbögen, welche zusätzlich durch isotonische Muskeldehnung, durch Elemente der Traktion (Dehnung), Vibration und Apitherapie (Bienengifttherapie) unterstützt werden.

Behandlungsziele der Reflextherapie:

Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder werden besser durchblutet und ernährt. Vegetative Dysfunktionen wie Speichelfluss, Schwitzen etc. verbessern sich.

Bei Hypotonie kommt es zu einer Verstärkung der Muskelentspannung, die durch die Wirbelsäulenkorrektur erreicht wurde.

Bei Hypertonie verringert sich die Muskelspannung.

Neue Bewegungs- und Entwicklungsmöglichkeiten werden geschaffen.

Rehabilitationsklinik in Truskavetz

Rehabilitationsklinik
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Die Internationale Rehabilitationsklinik in Truskavetz wurde 2003 eröffnet. Truskavetz ist ein ca. 100 km von Lviv (Lemberg) entfernter Kurort in den Vorkarpaten.

Die Homepage der Klinik finden Sie hier.

Die Kinik hat eine Gesamtfläche von 14.000 m².

Der Bau wurde im Jugendstil errichtet. Für die Innenausstattung wurden Birkenholzmöbel verwendet, alle Hallen sind mit von innen beleuchteten Blumenornamenten geschmückt. Somit ähnelt die Klinik einem mittelalterlichen Kloster.

Anreise:
Anreise
© Natascha Schuster

Die AUA fliegt von Wien direkt nach Lvov.

Zeitunterschied zu MEZ: + 1 Stunde.

Weitere Möglichkeiten sind die Verbindung ab Wien über Warschau mit der LOT oder mit UIA über Kiev.

 

Unterkunft und Verpflegung:
Buffet
©Natascha Schuster

Sämtliche Behandlungsräume der Rehabilitationsklinik, alle Hotelzimmer, der Speisesaal mit Buffet, die Cafeteria und der Spielbereich befinden sich unter einem Dach.

Die Doppelzimmer sind 24 m² groß und alle mit Kühlschrank und Kabel-TV ausgestattet.  Die dazugehörigen Badezimmer sind 6m² groß. Es gibt in der Klinik freies WLAN. Das Passwort erhalten sie an der Rezeption.

 

Freizeit:
Freizeit
©Natascha Schuster

Unsere Freizeit verbringen wir entweder bei Spaziergängen mit anderen Eltern im Kurpark oder am Markt.

In der Cafeteria der Klinik gibt es einen großen Spielbereich mit einem Klavier und einem Aquarium. Die Kinder werden von einer Pädagogin betreut.

 

Impressionen aus Truskavetz:
Internationale Rehabilitationsklinik Truskavetz
©Natascha Schuster

Die Klinik liegt am Stadtrand von Truskavetz in einer ruhigen, aber doch zentralen Gegend.

Demzufolge sind Supermärkte und der Kurpark der Stadt mit der Heilwasser-Trinkhalle zu Fuß zu erreichen.

 

Sicherheit:

Möglicherweise sorgen Sie sich um Ihre Sicherheit in der Ukraine. Deswegen schildere ich Ihnen gerne meinen Eindruck von unserem letzten 2wöchigen Aufenthalt meiner beiden Töchter und mir im August 21018.

Wir haben uns so wohl und sicher wie immer gefühlt. Folglich waren wir täglich im Kurpark, in Einkaufszentren, am Markt, etc. unterwegs. Vor allem haben wir von der im Osten der Ukraine angespannten Situation nichts bemerkt.

Wir reisen seit 2001 in diese Klinik und sind praktisch täglich zu Fuß in Truskavetz unterwegs. Dabei haben wir immer hilfsbereite und freundliche Menschen getroffen und nie eine gefährliche Situation erlebt.